Die systemische Therapie ist eine professionelle Form
- der Behandlung von bio-psycho-sozialen Zuständen und Prozessen, die als seelische Krankheiten oder Störungen zu werten und klassifizieren sind (im Sinne des ICD- 10)
- der Linderung seelischer Beeinträchtigungen als Folge von schweren, chronischen (auch körperlichen Krankheitsverläufen.
- der Verbesserung der Lebensqualität bei chronifizierten Zuständen, Behinderungen im Alltag und
- zur Aufhebung anderer Beeinträchtigungen der Gesundheit und der Lebensführung. (Schiepek 1999)
Systemische Therapie versteht sich als gesetzlich anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren, welches sich aus den Paar- und Familientherapien heraus entwickelt hat.
„Systemisches Denken“ umfasst heterogene Denkansätze aus verschiedenen Disziplinen, der Biologie, Soziologie, Biokybernetik, den Kommunikations- und Erkenntnistheorien. Vor diesem Denkhintergrund werden Menschen als autonom betrachtet, als „Expertinnen und Experten ihrer selbst“.
Systemische Familientherapie fokussiert Probleme- und deren Lösungen, unterstützt und fördert die eigene Handlungskompetenz zur Problembewältigung.
Eine systemische Therapeutenhaltung ist gekennzeichnet durch Respekt, Unvoreingenommenheit, Interesse und Wertschätzung bisheriger Lebensstrategien.
(Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie)